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Die letzte große Flusswildnis Europas im Dreiländereck Kroatien, Serbien und Ungarn mit dem Bike erleben
Was ist der beste Weg, um Dich von der einzigartigen Schönheit des Amazon of Europe Bike Trails zu überzeugen? Ganz richtig, es ist ein spannender und authentischer Reisebericht. Geschrieben von einem der bekanntesten Naturschutzexperten Europas. Lass Dich inspirieren!
Über den Autor
Wer hat diesen Bericht für Dich geschrieben? Peter Rupitsch aus Heiligenblut am Großglockner einer der profiliertesten Naturschutzexperten Europas. Er war 40 Jahre lang Direktor des Nationalparks Hohe Tauern, dem größten Nationalpark der Alpen und leitete verschiedene Ausschüsse der Weltnaturschutzorganisation IUCN. Der ehemalige Skirennläufer und versierte Bergsteiger hat während der letzten Jahre das Radfahren als neue Passion entdeckt und uns diesen eindrucksvollen Erlebnisbericht über seine Entdeckungsreise am Amazon of Europe Bike Trail zukommen lassen.

Bestens organisiert vom Amazon of Europe Booking Center verbrachten wir nach der Anreise die erste Nacht im Boutique Hotel in Osijek. Die viertgrößte Stadt Kroatiens am Ufer der Drau im Osten der historischen Region Slawonien, einem wirtschaftlichen und kulturellen Zentrum im Osten Kroatiens. Osijek ist ein idealer Ausgangspunkt für eine sechstägige Runde mit dem Bike am Amazon of Europe Bike Trail im Dreiländereck Kroatien, Serbien und Ungarn.
Schließlich bin ich voller Erwartung am 5. Mai mit meinem Freund Günter zur insgesamt 307 km langen Runde am Amazon of Europe Bike Trail mit unseren Mountainbikes aufgebrochen. Wir haben uns entschieden, das Gepäck selbst zu transportieren.
Sehr schnell haben wir uns auf dem Weg zu unserem ersten Etappenziel gemacht. Die beeindruckende Wildnis mit natürlichen Flusslandschaften und einer außergewöhnlichen Artenvielfalt, aber auch kleinen Siedlungen mit ihren einfachen Häusern erwarteten uns auf der Etappe.
Unser erstes Tagesziel war das Grenzstädtchen Erdut, das uns auch aufgrund der besonderen Gastfreundschaft des Quartiergebers in sehr guter Erinnerung bleiben wird. Dazu beigetragen hat sicher auch das ausgezeichnete Essen mit einem guten Tropfen aus dem eigenen kleinen aber feinen Weinbaubetrieb


Ein Tipp bevor man zur nächsten Tagesetappe nach Apatin aufbricht: ein morgendlicher Fußmarsch – vorbei an der mittelalterlichen Burg mit hervorragendem Ausblick – hinunter zu den naturbelassenen Seitenarmen der Donau.
Nach dem Überqueren der wichtigen Straßenbrücke verlässt man nach wenigen Minuten die Bundesstraße in Richtung Westen und taucht rasch wieder in den Amazon of Europe ein. Die Bike-Route flussaufwärts auf der serbischen Seite der Donau ermöglicht immer wieder kurze Abstecher zum Flussufer. Kleine Rastplätze bieten eine willkommene Gelegenheit sich zu stärken. Die eher kurze Etappe nach Apatin bietet auch zahlreiche Gelegenheiten für Vogelbeobachtungen.

©Peter Rupitsch

Apatin erlangte nicht nur aufgrund der ab Ende des 17. Jahrhunderts erfolgten großen Ansiedlung von Donauschwaben Bekanntheit, sondern auch als Donauhafen mit Schiffswerft. Die direkt am Radweg und unübersehbare, an der Stadteinfahrt gelegene, serbisch-orthodoxe Kirche “Synode der Heiligen Aposteln“, bietet sich für einen Kurzstopp mit Besichtigung an


Das nächste Etappenziel war Sombor, eine Stadt mit sichtbaren Spuren aus der Habsburger Zeit, in der autonomen Provinz Vojvodina im äußersten Nordwesten Serbiens gelegen. Mit ihren weitläufigen Parkanlagen, bekannt als grünste Stadt Serbiens – deshalb auch das grüne Florenz des Balkans genannt – aber auch für zahlreiche Bauten, viele im Stil des Klassizismus und Eklektizismus, wie z.B. das Rathaus, sind diesen Abstecher allemal wert.


Bevor es am nächsten Tag weiter zu der am rechten Ufer der Donau in Ungarn gelegenen Stadt Mohacs weiterging, mussten wir einen Servicestopp beim BIKE CENTAR einlegen. Das kleine Problem mit der Federgabel konnte in kürzester Zeit von einem fachkundigen und äußert freundlichen Mitarbeiter gelöst werden.
In Bezdan, auf dem Weg zur ungarischen Grenze, trafen wir auf zwei Radfahrer-Pärchen aus Südafrika und Holland. Spontan entschieden wir uns für eine gemeinsame Kaffeepause, um uns über unsere Erlebnisse und Erfahrungen am Amazon of Europe Bike Trail auszutauschen. Dazu hat sich das auf der anderen Straßenseite gelegene Anna Caffe mit den ausgezeichneten Mehlspeisen angeboten.

Weiter Richtung Norden haben die ungarischen Grenzzäune bei uns einen bleibenden Eindruck hinterlassen. Der Grenzübertritt war völlig problemlos. Von dort ist es nicht mehr weit bis zur Fähre, die uns zu der auf der anderen Seite der Donau gelegenen Stadt Mohacs brachte. Am mächtigen Rathaus erkennt man den orientalischen Einfluss des mit Basaltsteinen bedeckten Gebäudes aus den 1930er Jahren. Bekannt ist Mohács für seinen Karneval („Busójárás“), der zum immateriellen UNESCO Weltkulturerbe ernannt wurde. Das sechstägige Faschingsfest mit seinen aufwendig geschnitzten Holzmasken gilt als das größte Ungarns.


©Peter Rupitsch

©Peter Rupitsch
Am nächsten Tag ging es zunächst direkt an der Donau weiter in Richtung Süden, vorbei an zahlreichen Weinbaugebieten, bis zur nordöstlichen Spitze Kroatiens. Nach einem kurzen Zwischenstopp am Grenzort Batina erreichen wir relativ zeitig unser Quartier in der Ortschaft Zmajeva. Eine überaus freundliche Gastwirtin gab uns den Tipp, einen Spaziergang zum Weingut Josic´ zu unternehmen. Dies erwies sich als besonderer Glücksfall, weil wir in dieser überaus gepflegten Kellergasse, umrahmt von kroatischer Folklore, ein hervorragendes Wildschweinsteak mit ausgezeichneter Weinbegleitung genießen durften.

©Peter Rupitsch

©Peter Rupitsch
Unsere letzte Radetappe sollte uns zurück an den Ausgangsort Osijek führen. Zunächst nahe der Donau, wo wir wieder die faszinierende Flusswildnis mit zahlreichen Vogelarten erlebten. Leider noch geschlossen war das an Weg gelegene Schlossmuseum Dvorac Tikves. Umso erfreulicher und krönender Abschluss war der Naturpark Kopacki Rit mit seinen behutsam gestalteten Einrichtungen für BesucherInnen.


©Peter Rupitsch
Am frühen Nachmittag erreichten wir wieder Osijek und genossen nicht nur die Annehmlichkeiten unseres Hotels, vor allem aber die Tatsache, dass wir das verschwitzte Rad-Outfit nach sechs Tagen, mit einer Fahrstecke von knapp über 300 Kilometer, gegen ein „normales“ Gewand tauschen konnten.
Was von diesem außergewöhnlichen Natur- und Bike Erlebnis geblieben ist, ist die Erinnerung an freundliche Menschen, die in allen drei Ländern echte Gastfreundschaft vermittelten und der Eindruck, dass in und mit dieser besonderen Flussnaturlandschaft Mitteleuropas ein nachhaltiges touristisches Produkt gelungen ist. Unser besonderer Dank gilt dem Amazon of Europe Booking Center für die perfekte Organisation!